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Langversion: Brose Einklemmschutz macht Fensterheber sicherer


Hallstadt (3.9.2008). Obwohl der Einklemmschutz bei elektrischen Fensterhebern heute zum Stand der Technik gehört, ist er noch keine Selbstverständlichkeit: Jedes fünfte von über 500 vom ADAC getesteten Fahrzeugen hat keinen Einklemmschutz an allen Fensterscheiben, kritisiert der größte Verkehrsclub Deutschlands und weist dabei vor allem auf die Gefahr für Kinder hin. Denn an den wichtigsten Fenstern – den hinteren Scheiben, an denen sie oft unbeaufsichtigt spielen – fehle der Schutzmechanismus sogar am häufigsten.

Dr. Martin Rempfer, Leiter ADAC-Fahrzeugtests: „Auch wenn die gesetzlichen Vorschriften Möglichkeiten offen lassen, dass man auf so einen Einklemmschutz verzichtet, halten wir es dringend erforderlich, bei allen elektrisch betätigten Fenstern einen Einklemmschutz vorzusehen.“

Brose Einklemmschutz setzt Sicherheitsstandard

Der Einklemmschutz, der vor mehr als 20 Jahren vom Automobilzulieferer Brose erstmals auf den Markt gebracht wurde, minimiert das Sicherheitsrisiko: Die eingesetzte Schließkraftbegrenzung detektiert Objekte und Hindernisse. Besteht die Gefahr des Einklemmens, wird ein sofortiges Stoppen und Zurückfahren der Scheibe eingeleitet. Heute sind diese elektronischen Fensterheber-Steuerungen weltweit Standard und erfüllen die strengsten gesetzlichen Auf­lagen.

Diese Brose Innovation fand sogar Eingang in gesetzliche Vorschriften wie die EU-Richtlinie 74/60/EWG. Darin wird zum Beispiel die Schließkraft des Fensters bis zum Eingreifen des Einklemmschutzes genau definiert. In der EU liegt dieser Wert seit 2003 bei 100 Newton. Der Sicherheitsbereich rangiert bei 4mm bis 200mm lichter Öffnung.

Ob bei sehr hohen oder niedrigen Außentemperaturen, bei stark verschmutzten Scheiben oder bei großen Schwankungen im Bordnetz – die äußerst robuste Brose Technologie arbeitet selbst unter extremsten Bedingungen funktionssicher. Voraussetzung dafür ist ein bewährtes, auf modularer Hardware basierendes System, das mit Hilfe von Hall-Sensoren die Drehzahl des Fensterhebermotors überwacht. Jede Veränderung registriert die direkt an das Motorgehäuse angedockte Elektronik per Soll-Ist-Abgleich. Dieses Konzept kommt ohne Kompromisse beim Fahrzeugtürdesign aus. Gleichzeitig macht es sowohl weitere Sensoren in Dichtungen oder Spiegeln als auch jegliche Zusatzverkabelung überflüssig.

Seit der Markteinführung hat Brose mehr als 200 Millionen Fensterheber mit einer Elektronik ausgerüstet und das System konsequent weiter entwickelt. Heute ist bereits die fünfte Generation im Einsatz: Es werden die Hall-Sensoren zur Drehzahlerfassung mit allen anderen Steuerungselementen auf einem einzigen, speziell von Brose konzipierten ASIC-Baustein integriert. Die daraus resultierenden Vorteile zeigen sich in der noch höheren Zuverlässigkeit und in der Verringerung des Bauraums, die den Fahrzeugdesignern zusätzliche Freiheiten eröffnet. Diese Elektronik wurde 2008 zum ersten Mal in der Tür der neuen Mittelklasselimousine eines französischen Automobilherstellers eingesetzt. Derzeit arbeiten die Brose-Ingenieure bereits an der sechsten Generation.

ADAC fordert Sicherheitssysteme für Fensterheber, Schiebedächer, Türen und Klappen

Doch mit dem Einzug neuer elektrischer Funktionen im Fahrzeug wird der Einklemmschutz auch in anderen Bereichen immer wichtiger. Deshalb fordert der ADAC, dass alle elektrisch zu betätigenden Fenster, Schiebedächer, Türen und Klappen mit einer wirksamen Begrenzung der Einklemmkräfte ausgerüstet sein sollten. Gleichzeitig müssten neue Sicherheitstechniken entwickelt und eingeführt werden, um insbesondere für Kinder jegliches Risiko zuverlässig ausschließen.
 
Wie wichtig diese Forderung ist, zeigt sich bei elektrisch betriebenen Heckklappen: Der sogenannte indirekte Einklemmschutz, wie er bei Fensterhebern üblich ist, kann bei Heckklappen nur bedingt eingesetzt werden. Aufgrund der Winkelbewegung, der schnellen Schließgeschwindigkeit und vor allem des hohen Gewichts wird die Auswertung der Schließgeschwindigkeit für den Einklemmschutz enorm erschwert. Aktuell werden elektrisch betriebene Heckklappen, wegen der fehlenden Gesetzgebung, entweder nur mit einem indirekten Einklemmschutz oder mit Kontaktleisten ausgestattet.

Brose hat dieses Problem erkannt und entwickelt derzeit ein kapazitives Einklemmschutzsystem, das berührungslos arbeitet und damit Verletzungen auch in diesem Einsatzgebiet zuverlässig verhindert.

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