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Unternehmen

20 Jahre Brose Produktion Hallstadt


Hallstadt (18.6.2010). Mit einer Feierstunde hat der Automobilzulie­ferer Brose am 18. Juni 2010 im Beisein zahlreicher Gäste aus Wirtschaft und Politik das 20jährige Bestehen der Hallstadter Produktion begangen. Am 19. Juni feierten die Mitarbeiter das Jubiläum mit einem Familientag.

Der Standort Hallstadt hat im Laufe der Jahre deutlich an Bedeutung gewonnen. Er nimmt heute eine wichtige Schlüsselfunktion innerhalb der Un­ternehmensgruppe ein: Hier sind das jahrzehntelange Expertenwissen für Entwicklung und Vertrieb von Komponenten und Systemen in der Fahrzeug­tür sowie für Elektronikbaugruppen ge­bündelt. Von hier aus wird das welt­weite Türsystemgeschäft mit 27 Produktions­werken und einem jährlichen Umsatzvolumen von aktuell 1,6 Mrd. Euro gesteuert – dies entspricht rund 50% der gesamten Verkaufserlöse der Brose Unternehmens­gruppe. Gegen­wärtig sind in Hallstadt rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr 2009 wurden an diesem Standort Fensterheber, Türsysteme und Elektronikkompo­nenten im Gesamtwert von mehr als 200 Mio. Euro hergestellt.

Wie Michael Stoschek, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, bei der Veran­staltung betonte, fühlt sich die Brose Gruppe im Raum Bamberg ausgesprochen wohl. Sehr erfreut zeigte sich Stoschek über die Wertschätzung der Stadt Hallstadt, die sich in der Widmung des Straßennamens nach dem Firmengründer Max Brose dokumentiert. Darüber hinaus äußerte er sich zuversichtlich, dass der Standort Hall­stadt von dem weiteren weltweiten Wachstum der Unternehmensgruppe profitieren wird.

Dr. Ludger Lührmann, Leiter Entwicklung Türen/Schließsysteme bei der Audi AG, hob in seinem Grußwort hervor, dass Familiengesellschaften wie Brose ein Hort der Stabilität seien und sich wohltuend vom Wettbewerb abheben. Außerdem verbinde beide Unternehmen eine ähnliche Firmenphilosophie, die zu Höchstleistungen an­treibt: Stabilität, Kontinuität, Qualität und Begeiste­rung: „Ihre Leistung ist unser Er­folg. Mit welcher Leidenschaft Sie sich mit dem Produkt identifizieren, ist in der Zu­sammenarbeit jederzeit zu spüren“. Wie Lührmann weiter ausführte, freue er sich über viele neue innovative Produkt­ideen aus dem Hause Brose und die Zusammenarbeit in weiteren Themenfeldern.

Melanie Huml, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Um­welt und Gesundheit, überbrachte der Unternehmensleitung und den Eigen­tümern die besten Grüße von Ministerpräsident Horst Seehofer: „Wir sind sehr stolz, dass wir Sie in der Region haben. Sie sind ein Vorbildunterneh­men – nicht nur in Franken, sondern weltweit“. 
 
Hallstadts Bürgermeister Markus Zirkel übermittelte die besten Wünsche des Stadtrats und überreichte Geschäftsführer Matthias Drewniok als Zeichen der Verbundenheit das Wappen der Stadt Hallstadt: „Brose hat stets nach­haltig gewirt­schaftet und damit für Beschäftigung und Aufschwung in Hall­stadt gesorgt“.
 
Erfolgversprechender Start 1990

Ende der 1980er Jahre bietet der Raum Bamberg mit seiner guten überregi­onalen Verkehrsanbindung, gut ausgebildeten Arbeitskräften und stetigem Bevölkerungs­wachstum außerordentlich vorteilhafte Voraussetzungen für die Ansiedlung von Brose, um in Deutschland – neben Coburg – eine zweite Fertigung für Fensterheber, dem seinerzeit wachstumsstärksten Produktsegment – zu errichten. Im Zuge der bayernweiten Ausschreibung werden 50 Standorte untersucht. Nach neun Monaten Bauzeit startet am 23. Mai 1990 die Fertigung der ersten Fensterheber für den neuen Audi 100; später für den 3er BMW, den VW Golf sowie die S-Klasse von Mercedes. Mit einer Flä­che von rund 100.000 Quadratmetern, direkt an der A70 gelegen, bietet der Standort Potenzial für weiteres Wachstum.
 
Standort Hallstadt profitiert vom weltweiten Geschäftswachstum

Die überdurchschnittliche Entwicklung des Geschäfts mit Fensterhebern und Türsys­temen macht innerhalb weniger Jahre den weiteren Ausbau notwen­dig, um Raum für die Bearbeitung neuer Kundenprojekte zu schaffen: 1992, bereits zwei Jahre nach der Inbetriebnahme, werden die  Fertigungskapazitä­ten verdoppelt, ein Hoch­regallager gebaut und ein hochmodernes Warenver­teilzentrum eingerichtet. 1999 starten in Hallstadt die umfangreichsten bau­lichen Erweiterungen: Es entsteht ein zusätzliches Verwaltungsgebäude, Be­triebsstätten für Elekronik-Entwicklung, -Ver­such und –Produktion sowie ein moderner Sozialtrakt.

Außerdem wird der oberfränkische Zentralstandort aufgrund der guten über­regiona­len Verkehrsanbindung zum europäischen Ersatzteil-Zentrum für Tür­syteme und Fensterheber ausgebaut: Diese Fertigungsumfänge werden seit 2006 sukzessive aus anderen europäischen Brose-Standorten nach Hallstadt verlagert und dort gebündelt.
 
Aufgrund der Bündelung sämtlicher Aktivitäten des Fensterheber- und Türsys­temge­schäfts am Standort Hallstadt erfolgt 2007 erneut eine bauliche Erweiterung: Dabei entstehen ein neues Versuchsgebäude sowie zusätzliche Sozialeinrichtungen; die Standort-Infrastruktur wird an die neuen Erforder­nisse angepasst.
 
Kunststoffträger für Türsyteme „made in Hallstadt“

Um die Systemkompetenz in der Fahrzeugtür weiter auszubauen wird 2007 in Hall­stadt eine Fertigung für Türsystem-Kunststoffträger aufgebaut und eine hochauto­matische Spritzgießanlage in Betrieb genommen. Im Fokus stehen dabei der Know-how Aufbau auf dem Gebiet der Entwicklung hochin­tegrativer Kunststoff-Türsys­teme sowie der Materialverarbeitung. Damit folgt Brose dem immer wichtiger wer­denden Trend im Automobilbau: Ge­wichtsreduzierung bei gleichzeitiger Funktionser­höhung.
Die ersten Türsys­teme mit Kunststoffträgern gehen 2008 für den Volvo XC60 in Hallstadt in Serie.
 
Investitionen in die Zukunft

Insgesamt hat Brose in den vergangenen 20 Jahren fast 200 Mio. Euro in Gebäude, modernste Fertigungstechnik, Versuchs- und Logistikeinrichtungen sowie Kommuni­kationstechnologie investiert.
 
Die Zukunft hat begonnen

Als Sitz der zentralen Entwicklung und Produktion von elektronischen Steue­rungen für Fensterheber- und Sitzverstellmotoren ergeben sich für das Werk Hallstadt zahl­reiche Anknüpfungspunkte in enger Zusammenarbeit mit dem neuen Geschäftsbe­reich Motoren und dem Produktbereich „Neue Produkte“ weitere innovative Erzeug­nisse in den Markt zu bringen, die das Autofahren noch sicherer, bequemer und umweltschonender machen: Dazu zählen Sonnenrolloantriebe und Display-Versteller, die in verschiedenen Fahrzeugmodellen von Audi, BMW und Porsche zum Einsatz kommen. Vor diesem Hintergrund sind 2010 in Hallstadt mehr als 30 offene Stellen in kaufmännischen und technischen Funktionen zu besetzen.

Pressekontakt:
Ute Danner
Telefon: 09561 21-1188
Fax: 09561 21-1704
E-Mail: presse@brose.com

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